Verlagsgeschichte

Verlagsgeschichte

Die Geschichte des Umschau Verlags begann vor gut 300 Jahren in Frankfurt. Im Jahre 1727 legte Heinrich Ludwig Brönner den Grundstein für die spätere Brönner-Umschau-Gruppe, als er zusammen mit seiner Frau Maria „Brönners Druckerey“ gründete, zu der er parallel das Verlagsgeschäft und eine kleine Buchhandlung aufbaute.

200 Jahre später hatte sich die Brönner-Umschau-Gruppe in der Verlagswelt bestens etabliert. Der Umschau-Buchverlag war in dieser Zeit bereits für seine hochwertigen Bildbände bekannt. Von den 1950er Jahren bis in die 1980er Jahre wurde mit der „Umschau“ ein anspruchsvolles Wissenschaftsmagazin publiziert.

Um die Jahrtausendwende hatte die Brönner-Unternehmensgruppe den Höhepunkt ihres Wachstums erreicht. Neben der Druckerei gehörten zu diesem Zeitpunkt über 20 Fachzeitschriften im In- und Ausland zur Unternehmung, unter anderem die „Ernährungs-Umschau“, der „PBS-Report“ oder die in Fachkreisen geschätzte „Filtrieren und Separieren“.

Im Jahre 2002 – zeitglich mit den Feiern zum 275. Firmenjubiläum – wurde das Unternehmen nach der inzwischen seit Generationen „Breidenstein“ heißenden Inhaber-Familie in „Mediengruppe Breidenstein“ umbenannt. Kurze Zeit später folgte die überraschende Insolvenz des Unternehmens, der glücklicherweise jedoch nicht alle Verlage zum Opfer fielen.

Der MTD-Verlag, der Report-Verlag und der auf wenige Titel verkleinerte Umschau-Zeitschriftenverlag wurden weitergeführt. Und auch für den Umschau Buchverlag begann 2003 ein neues Kapitel. Der „Neue Umschau Buchverlag“ wurde Teil der Unternehmensgruppe Niederberger (heute Fortuna Medien Gruppe) und an den Firmensitz nach Neustadt an der Weinstraße verlegt.

Die neue Ausrichtung: lesenswerte Bücher zu den Themen „Ernährung“, „Kochen“, „Genießen“ und „Lifestyle“. Bücher mit dem gewissen Etwas, kultig, klassisch, fundiert – und immer am Puls der Zeit. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Der Verlag begeisterte seine Leser mit zahlreichen Bestsellern und konnte auch das Fachpublikum immer wieder beeindrucken.

Zu den größten Erfolgen gehörte unter anderem die Auszeichnung mit dem „Best of the Best“ Award durch die Jury des Red-Dot-Awards im Jahre 2015. In dem weltweit größten und renommiertesten Design-Wettbewerb konnte sich die neue Verlagsvorschau in Konkurrenz zu 7500 Einsendungen aus 53 Ländern durchsetzen. Für die internationale Jury verdiente der Umschau Verlag aus ihrer Sicht „Anerkennung für höchste Gestaltungsqualität.“

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Drei Jahre später – und für viele Beobachter genauso unerwartet, wie bereits 15 Jahre zuvor beim erfolgreichen „Umschau Verlag“ – wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt. Das Ende des „Neuen Umschau Buchverlags“ war besiegelt, die Gesellschaft wurde aufgelöst.

Doch es sollte zum Glück – erneut – kein endgültiges Ende sein. Mitte 2020 übernahm Felix Plötz die Mehrheit der digitalen Assets und richtete die Positionierung des Verlags neu aus. Felix Plötz gründete zuvor bereits mit „Plötz & Betzholz“ Deutschlands ersten Influencer Verlag, den er 2016 an die Ullstein Buchverlage verkaufte und bis 2019 als Verlagsleiter aufbaute.

Unter der Marke „Neuer Umschau Buch- & Digitalverlag“ setzt das Unternehmen auch zukünftig weiter auf die traditionell starken Bereiche „Ernährung“, „Kochen“ und „moderner Lifestyle“ , fokussiert sich dabei jedoch neben Büchern auch auf reichweitenstarke, digitale Content-Projekte.